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Jubiläum


25jähriges Dienstjubiläum Pfarrerin Martina Schefzyk

Liebe Gemeindeglieder, Freunde und Gäste,

am 2. Februar 2014 feiert Pfarrerin Martina Schefzyk ihr 25jähriges Dienstjubiläum in der Evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain. Aus diesem Anlass hat der Kirchenvorstand beschlossen, einen Festgottesdienst mit Beteiligung von Dekan Zincke sowie Musikgruppen aus der Gemeinde zu feiern und im Anschluss daran zu einem Empfang im Gemeindehaus einzuladen. Hierzu sind alle Gemeindeglieder, Freunde und Förderer sowie Gäste herzlich eingeladen.

Um dem Dienstjubiläum nicht nur am Festtag eine angemessene Bedeutung zu geben, haben wir uns entschlossen, etwas Besonderes zu erstellen, was wir Pfarrerin Martina Schefzyk widmen möchten. Aus diesem Gedanken heraus wollten wir etwas Bleibendes schaffen. Daraus ist eine Festschrift entstanden und wir sind stolz, Ihnen diese Festschrift präsentieren zu können. Verschiedene Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen beschreiben das Wirken von Martina Schefzyk in der Evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain von den Anfängen bis zur erfolgreichen Gegenwart. Damit gibt die Festschrift einen Überblick über die Entwicklung der Evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain in den vergangenen 25 Jahren. Sie will erinnern, dokumentieren und vor allem den Dank zum Ausdruck bringen, den die Gemeinde gegenüber ihrer Pfarrerin empfindet. Auf diese Weise ist ein Erinnerungsband für alle entstanden.

Unser Dank gilt allen Redakteuren, die mit ihrem Grußwort, den Berichten sowie zur Verfügung gestelltem Archivmaterial erst die Festschrift ermöglicht haben. Der Kirchenvorstand bedankt sich bei Pfarrerin Martina Schefzyk für die Leitung des Gremiums sowie die gute und konstruktive Zusammenarbeit über 25 Jahre und wünscht ihr auch zukünftig Kraft und Gottes Segen, um in Götzenhain eine lebendige Kirche zu erhalten, in der möglichst viele Menschen Raum finden.

Eckhard Helm
Stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes
der Evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain

Jubiläumsschrift als PDF zum Download

Jubiläum im Jahr 2001

Jubilaeum
Liebe Gemeinde!

Seit die Kirche am 1 - Weihnachtstag 1776 in einem großen Fest-Gottesdienst wieder feierlich eingeweiht wurde, ist vieles passiert. Unzählige Menschen haben das Gesicht der Kirche mit immer neuen Ideen geprägt. 'Wenn unsere Kirche erzählen könnte, was würde sie nicht alles berichten können über die unterschiedlichsten Gottesdienstformen, über die verschiedensten Prediger und Predigerinnen, über die zahlreichen Besucher und Besucherinnen, die diese Kirche mit Leben erfüllt haben und immer wieder neu füllen. Deshalb heißt das Motto unseres Jubiläums "225 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Götzenhain - Eine offene Tür für Jung und Alt". Das wollen wir in unserer Gemeinde bieten, wir wollen für alle Menschen unsere Kirchentür öffnen und offen halten, damit jeder und jede hier seinen Platz finden kann. Denn wir alle bilden die lebendigen Steine, aus denen unsere Kirche aufgebaut ist, wie es im 1. Petrusbrief, Kap. 2 heißt: "Kommt zu Jesus Christus! Er ist der lebendige Stein, den Gott als den wertvollsten ausgesucht hat. Lasst euch selbst als lebendige Steine in die Kirche einfügen, die der Geist Gottes baut." So versuchen wir mit den unterschiedlichsten Formen und Angeboten, eine lebendige Kirche zu erhalten, in der möglichst viele Menschen Raum finden. Jeder ist eingeladen, als lebendiger Stein an Gottes kommendem Reich mit zu bauen. Denn wir wissen, dass Jesus Christus selbst den Grundstock dazu gelegt hat. Ich wünsche unserer Kirche, dass ihre Türen auch in Zukunft geöffnet bleiben, damit immer neue Generationen von lebendigen Steinen sie mit Leben füllen können. Gott schenke uns dazu seinen Segen.

Ihre Martina Schefzyk
 
Kirchenchronik:
 
Der Grundstein der heutigen Kirche wurde am 20. März 1775 gelegt. Baumeister soll, einer Vermutung nach, ein Schüler Balthasar Neumanns gewesen sein. Ihre baugeschichtliche Bedeutung beschrieb der Darmstädter Denkmalspfleger Professor Meißner in einem Gutachten 1930: "Die Kirche in Götzenhain ist ein kleines Bauwerk von ganz besonders künstlerischem Wert, weniger durch seine Ausstattung als durch die außerordentliche architektonische Gestaltung des Grundrisses. Ich vermute, dass dieser Bau mit den Arbeiten Balthasar Neumanns und Ignaz Neumanns zusammenhängt." Am 1. Weihnachtsfeiertag 1776 wurde die neue Kirche mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht und zugleich zur Pfarrkirche erhoben. Das vorherige Kirchengebäude war während eines Sturmes eingestürzt. Die Chronik berichtet das folgendermaßen: dass sich am 19. Juni 1774, nach einem schwülen Tag, von südöstlicher Richtung ein Gewitter erhoben habe, welches wie Feuer und Flammen tosend heranzog. Um fünf Uhr wurde es ganz finster und es folgten zwei Stöße wie bei einem Erdbeben. In Götzenhain sollen die Wolken wie eine furchtbare, verderbenbringende, schwarze, schwere Masse sich bis auf die Dächer gesenkt haben, alles zu erdrücken drohend, und dann unter furchtbarem Getöse und unter der unwiderstehlichen Gewalt eines Wirbelwindes sich in einem Augenblick wieder geteilt haben, dass sämtliche Gebäude mehr oder weniger hart beschädigt und fast alle Obstbäume umgebrochen worden seien. Auch die alte Kirche widerstand der Gewalt dieses Naturereignisses nicht und stürzte nachmittags, nach fünf Uhr, zusammen. Die mündliche Überlieferung und Dieffenbachs Bericht stimmen überein, dass das Fünf-Uhr-Läuten zur Erinnerung an dieses Ereignis darin seinen Ursprung hat. Aus späterer Zeit (ca. 1890) noch ein verkürzter Bericht von Pfarrer Scriba: "Im Jahr Christi 1891, am 5. Dezember, wurden der neuvergoldete Knopf und ein neuer Wetterhahn auf den Kirchturm aufgesetzt. Nach mündlicher Überlieferung sollen die ziemlich großen Löcher von französischen Soldaten herrühren, die den Turmknopf zu Anfang des Jahrhunderts (1806 - 1809) mehrfach als Ziel benutzt hätten. Durch diese Löcher war Regenwasser zur Helmstange gelangt, so dass sie sehr stark angefault war. Sie wurde durch eine neue ersetzt. Der Knopf wurde repariert, vergoldet und ein neuer Hahn aufgesetzt." Diese Arbeiten wurden von Schieferdeckermeister Karl Bechtel aus Groß-Umstadt, Zimmermeister Konrad Weilmünster aus Götzenhain, Schmiedemeister Georg Klepper IV. aus Götzenhain und von Spengler Philipp Eichler zu Dreieichenhain, gefertigt.

Dieter Lüttich